Malta im Mai

In nur einer Woche ein ganzes Land bereisen, in Malta ist dies ziemlich stressfrei möglich. Der kleine Inselstaat liegt zwischen Sizilien und Tunesien und hat spürbare Einflüsse sowohl von Afrika als auch von Italien. Dazu kommt noch der britische Linksverkehr und die roten Telefonhäuschen ;0) Auf den drei bewohnten Inseln findet man traumhafte Buchten, türkisblaues Meer, verträumte Gässchen und wunderschöne Türklopfer…

Am ersten Morgen führte mein Weg durch den Ort Buggiba, direkt ans Meer. Unterwegs habe ich mir noch ein paar süße Teilchen besorgt. Und so konnte der Tag mir einem Frühstück direkt auf einem Felsen mit Blick auf das Meer beginnen.

Strände sind auf Malta eher rar, stattdessen gibt es immer wieder felsige Buchten und Treppen, die direkt ins Meer führen.

Das Meer ist glasklar und herrlich erfrischend. Und zwischen Schwimmen, Sonnenbaden und die Seele baumeln lassen, bleibt noch Zeit zum Journaln und lesen.

Nach einem Tag am Meer, wollte ich dann aber etwas mehr von Malta sehen, und so ging es die nächsten Tage quer über die Insel. Mit dem Linienbus lassen sich alle Orte auf Malta problemlos erreichen, so braucht man kein Mietauto und kommt dennoch überall hin. Das ist für mich perfekt, da ich gerne auf eigene Faust losziehe, aber im Ausland nicht gerne Auto fahre…ehrlich gesagt habe ich mich das bis jetzt noch nie getraut. Entweder hatte ich das Glück, dass ich mit jemandem unterwegs war, der gerne Auto fährt, oder es ging irgendwie anders…

Mein erster Erkundungstrip jedenfalls ging mit dem Linienbus in die Hauptstadt nach Valetta. Hier ist auch der Knotenpunkt für alle Busse und somit ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu erkunden.

In Valetta schlug mein Herz vor Freude höher! Hier war ich absolut im Glück! Soooo viele alte Türen, besondere Türklopfer, Fensterläden, Balkone….meine Kamera war im Dauereinsatz ;0)

Ganz im Süden von Malta, liegt das Fischerdorf Marsaxlokk mit einem kleinen Strand und vielen bunten Fischerbooten. So ganz verzaubert hat mich dieser Ort aber nicht. Vielleicht lag es am Wetter, das an diesem Tag sehr wechselhaft war, oder an den Industrieanlagen rings um…

Von einem netten Fischer habe ich mich dann doch noch zu einer kleinen Bootsfahrt überreden lassen, der einzige andere Passagier an Bord, war sein Hund…

Es ging an der Küste entlang zu St. Peter´s Pool, einer beliebten Bucht mit glasklarem Wasser.

Richtig verzaubert hat mich dagegen Mdina, die ehemalige Hauptstadt. Eine Stadt umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer, in der die Zeit still zu stehen scheint.

Ach ja und Türklopfer gibt es hier auch :0)

Nicht nur mit dem Linienbus, auch mit dem Schiff kann man den kleinen Inselstaat prima erkunden. Von Cirkewwa, ganz im Norden Maltas, geht es mit der Fähre in knapp 30 Minuten zur Nachbarinsel Gozo.

Hier kommt man in Mgarr an und kann mit dem Bus weiter in die Inselhauptsatdt Victoria fahren.

Sogar einen Stationeryshop gibt es in Gozo, leider hatte er geschlossen…

Etwas windig war es am Vormittag auf der Zitadelle in Victoria.

Zurück am Hafen, habe ich mir eine Fahrkarte für eine Überfahrt auf die kleine Nachbarinsel Comino gekauft. Ich hatte zuvor Berichte gelesen, wie überlaufen und wenig idyllisch es in der blauen Lagune zugehen soll, doch im Frühjahr war hier auch am Nachmittag nur wenig los und ich war froh es gewagt zu haben, denn dieser Ort ist wirklich faszinierend. Ich habe noch nie so viele verschiedene Türkistöne gesehen. Das Meer ist so klar - ein Traum!

Also wenn ihr türkisblaues Wasser, alte Türen und wunderschöne Türklopfer liebt, seid ihr hier genau richtig ;0)

Zurück
Zurück

…mit dem Wanderfrosch auf einem Linsenspaziergang

Weiter
Weiter

Abendspaziergang